Methoden

Gruppenpsychotherapie

Gruppenpsychotherapie mit Psychodrama nach Jacob L. Moreno

Themenschwerpunkt
Psychische Krisen und Störungen beeinträchtigen die Lebensqualität und die Leistungsfähigkeit, was mitunter den Verlust eines Arbeitsplatzes zur Folge haben kann. Die Arbeit ist ein wesentlicher Teil des menschlichen Lebens. Psychische Belastungen und länger dauernde Arbeitslosigkeit beeinträchtigen die Chancen, eine neue berufliche Perspektive zu entwickeln. Die Gruppe von Menschen mit ähnlichen Erfahrungen hat das Ziel, nach abgeschlossener Einzelpsychotherapie neue Lernerfahrungen zu ermöglichen: Aktivierung von Ressourcen, Entwickeln von Selbstmanagementfähigkeiten, Problembewältigung, Umgang mit Stress, Erkennen eigener Grenzen.

Psychodrama …

• fördert die Selbststeuerung und die eigene Kreativität
• ist ein handlungsorientiertes Verfahren
• spricht den Menschen durch die Verknüpfung von sprachlichem und szenischem Verstehen ganzheitlich
an
• orientiert sich an Bewältigungsmöglichkeiten und Zielen
• bezieht neben der eigenen Perspektive die systemisch-soziometrische Perspektive ein, z.B. Familien, berufliche und private Systeme und Netzwerke

Arbeitsweise
Der Gruppenleiter und die Co-Leiterin fördern die Äußerungen von Erfahrungen und zugehörigen Gedanken und Gefühlen und schlagen psychodramatische Bearbeitungssequenzen vor.
Wir verwenden Methoden wie szenische Darstellungen, psychodramatische Aufstellungen und Rollenspiele.

Das Psychodrama ermöglicht die Klärung problematischer zwischenmenschlicher Beziehungen, das Erkennen und Beheben von Kommunikationsstörungen und die Entwicklung von Spontanität und Kreativität im Umgang mit sich und anderen Menschen.

Voraussetzungen bei den Teilnehmenden
• Bereitschaft, sich in einer Gruppe auf Neues und Unbekanntes einzulassen, gewisser Grad an Offenheit und Neugier, ärztliche Behandlung bei psychischen krankheitswertigen Störungen.
• Vorgespräch, wenn eine Einzelpsychotherapie nicht beim Leiter durchgeführt wurde.

Vereinbarungen, die sich bewährt haben
Es gilt Platzbezahlung. Die Gruppe findet trotz Absage von Einzelpersonen statt, d. h. für jede stattgefundene Gruppensitzung ist das vereinbarte Honorar zu entrichten, auch wenn man nicht teilgenommen hat.
Eine Mitteilung über Verhinderung bei der Gruppe an den Leiter ist erwünscht, um Klarheit für alle beim Beginn der Gruppensitzung über die Anzahl der Teilnehmenden zu haben.

Vertraulichkeit
Die Vertraulichkeit und die Verschwiegenheitspflicht der Teilnehmenden untereinander sowie des Psychotherapeuten und der Co-Leiterin stellen die Basis eines psychotherapeutischen Prozesses dar, der Entwicklungen und Veränderungen zulässt.

Bezahlung
Nach Erhalt der Rechnung, monatlich

Vorzeitige Beendigung
Bei vorzeitiger Beendigung der Teilnahme ist ein Abschlussgespräch mit der Gruppe und dem Leiter vorgesehen.

Gruppengröße
6 – 8 Teilnehmende

Zeit
Jeweils Dienstag, 19.00 – 20.30 Uhr.

Termine
Ab Oktober 2015

Setting
Geschlossene Gruppe für 12 Sitzungen, danach können frei werdende Plätze nachbesetzt werden.

Kosten
• Pro Gruppensitzung à 90 Min.: € 40,00. In begründeten Ausnahmefällen sind Honorarveränderungen möglich.
• Kostenersatz durch die Krankenversicherung ist möglich, VGKK € 7,27

Visualisierungsübung: Ort der Ruhe

Visualisierungsübungen

Visualisierungsübungen sind anerkannte wissenschaftlich untersuchte mentale Strategien zur Beeinflussung von Gedanken durch tagtraumartige Phantasien. Den ganzen Beitrag lesen »

Psychodrama

Das Psychodrama wurde von Jacob L. Moreno, einem Pionier der Gruppenpsychotherapie, entwickelt und inzwischen vielfältig ausgebaut. Ziel ist die Förderung von Kreativität und Spontaneität. Den ganzen Beitrag lesen »

Progressive Muskelentspannung (PMR)

Dieses Entspannungsverfahren wurde von dem amerikanischen Arzt und Physiologen Edmund Jacobson in den 30er Jahren entwickelt, ist leichter erlernbar als das Autogene Training, erzielt jedoch ähnliche Wirkungen. Den ganzen Beitrag lesen »

Paartherapie

In der heutigen Zeit sehen sich Paare besonderen Anforderungen gegenüber. Alte Rollenbilder sind nicht mehr passend, die gegenseitigen Erwartungen sind hoch und manchmal nicht erfüllbar.
Besondere Merkmale von Partnerkonflikten sind:
• Häufiger Streit und Spannungen, die sich an Kleinigkeiten entzünden
• wiederkehrende Themen ohne neue Lösungen
• Gefühle von Zuneigung werden weniger
• weniger gemeinsame Sexualität
• zu wenig befriedigende gemeinsame Zeit
• Routine und neben einander herleben
• Sich häufig bei anderen über den eigenen Partner aussprechen und beschweren
• Gedanken an Trennung.

Häufige Konfliktthemen sind die Art der Freizeitaktivitäten, Verpflichtungen im Haushalt, finanzielle Angelegenheiten, Kindererziehung, Sexualität, Sucht, psychische Krankheit, Fremdgehen eines Partners.
Manchmal ist Sprachlosigkeit eingetreten oder Gedanken an Trennung werden wach.
Häufig merken Frauen eher, dass mit der Beziehung etwas nicht mehr stimmt, Männer nehmen es meist erst wahr, wenn „es im Bett nicht mehr so richtig klappt“.

Paartherapie kann helfen, mittels einer neutralen außen stehenden Person
die Beziehung zu beleuchten, den eigenen und den Standpunkt des Partners zu erkennen
neue Perspektiven zu entwickeln und die Entwicklungspotenziale freizusetzen.
Es geht nicht darum, sich gegenseitig Fehler vorzuwerfen, den Schuldigen an der Misere zu suchen, sondern mehr Verständnis füreinander zu entwickeln und Wege eines neuen Miteinanders zu suchen. Manchmal sind Konflikte und scheinbar nicht lösbare Probleme Zeichen für eine Krise, die darauf hinweist, dass bestimmte Aufgaben noch nicht erkannt und gelöst worden sind und dass die Beziehung eine neue Basis braucht.

Häufig gibt es bestimmte äußere Anlasse, die eine Krise auslösen, Geburt eines Kindes, berufliche Belastungen, finanzielle Probleme, Hausbau, Umzug.

Je nach Ausprägung des Problems braucht es entweder eine kürzer dauernde Beratung zur Verbesserung der Kommunikation und der Konfliktlösung oder eine länger dauernde Paartherapie zur Bearbeitung der eigenen Verstrickungen in der Herkunftsfamilie.

Dauer: Ich arbeite mit Paaren an neuen Lösungen und an der Verbesserung der aktuellen Beziehungssituation. Die Mindestdauer einer Paartherapie liegt bei mir bei 10 – 20 Sitzungen. Innerhalb dieses Zeitraums sind meist Entlastung und Verbesserungen spürbar.

Meine Grundsätze und Werthaltungen

1. Grundsatz: Begegnung

Mir geht es in meiner Arbeit darum, mich als Mensch mit meiner Fachlichkeit, meiner Persönlichkeit und Lebenserfahrung auf eine Begegnung mit denen, die bei  mir Hilfe suchen einzulassen. Den Aufbau einer tragfähigen Beziehung, die durch Vertrauen und Offenheit wechselseitiges Lernen ermöglicht, sehe ich als wichtigste Voraussetzung für eine gelingende Zusammenarbeit.

2. Grundsatz: Hilfe zur Selbsthilfe

Jeder Mensch hat Fähigkeiten und Ressourcen, die ihm helfen, sein Leben zu meistern. In Krisen und psychischen Krankheiten sind diese oft gänzlich oder zum Teil verloren gegangen. Ich sehe mich als einen Impulsgeber und Partner beim Wiederentdecken von bereits vorhandenen und beim Entwickeln von neuen Fähigkeiten. Ich aktiviere zum Experimentieren im geschützten Rahmen der Beratung und bereite so selbständiges Handeln und die Umsetzung im Alltag vor.

3. Grundsatz: Transparenz

Ich bin nicht der, der weiß, „wo es lang geht“, sondern einer, der beim Suchen hilft. Deshalb gebe ich keine Ratschläge oder biete Tipps an, sondern entwickle Aufgaben und Übungen, die neue Sichtweisen eröffnen und neue Erfahrungen ermöglichen. Bevor ich spezielle über das Gespräch hinausgehende therapeutische Techniken und Strategien einsetze, erkläre ich meine therapeutische Absicht und die möglichen Wirkungen und hole mir die Zustimmung ein. Ich bin auch einverstanden, wenn einer meiner Vorschläge abgelehnt wird.

4. Grundsatz: Partnerschaft

Ich vereinbare mit meinen Klienten realistische Ziele und schätze in etwa den Zeitraum ab, den es zum Erreichen braucht. Die Verantwortung für das Gelingen des Prozesses liegt nicht nur bei mir, sondern ist je nach Befindlichkeit und Problemstellung auf mich und meine Klienten  verteilt.

Wenn ich etwas falsch mache, spreche ich meinen Fehler von mir aus an, sobald ich ihn bemerke. Ich bin auch offen für Kritik, Wünsche und Änderungsvorschläge.

5. Grundsatz: Professionalität

Ich reflektiere mich und meine Arbeit selbst und mit meinen Klienten. Ich nehme an fachlicher Beratung mit Kollegen in Intervision und Supervision teil und besuche regelmäßig Fortbildungen. Die Behandlung von psychischen Störungen und die Bearbeitung von Aufgabenstellungen, für die ich nicht ausgebildet bin, lehne ich ab und bin auf Wunsch bei der Suche nach einer geeigneten Fachperson oder Einrichtung behilflich.