Angehörigenberatung

Die Beratung von Angehörungen dient dazu, Unterstützung und Orientierung zu geben, wenn ein Familienmitglied, meist entweder der Partner oder ein Kind an einer schweren psychischen Störung leidet.

Schon während meiner Zeit im Landeskrankenhaus Rankweil habe ich die Sorgen und Nöte der Angehörigen von psychisch erkrankten Menschen erlebt und Vorträge und Aussprachegruppen organisiert. Aus einer dieser Gruppen ist die HPE -  Hilfe für Angehörige psychisch Erkrankter – hervorgegangen, die ich in den ersten Jahren begleiten durfte und mit der ich im Kontakt stehe.

Nicht nur der psychisch Kranke ist betroffen, sondern auch die Angehörigen. So wie der Patient fachliche Behandlung bekommt, benötigen häufig auch die Angehörigen Beratung im Umgang mit dem Kranken und der psychischen Erkrankung.

Aufgrund meiner langjährigen Erfahrung im psychiatrischen Krankenhaus weiß ich um die Belastungen, Sorgen und Nöte der Angehörungen. Wie ich aus vielen Gesprächen und auch Untersuchungen weiß, leiden Angehörige häufig unter psychosomatischen Reaktionen, die bis zum Burnout führen können.

Die Angehörigenberatung hat das Ziel, die eigenen Möglichkeiten und Grenzen zu erkennen und die eigene Rolle angemessen zu definieren. Die Vorstellung, selber durch falschen Erziehungsstil oder durch ungünstige Verhaltensweisen die Krankheit verursacht zu haben, belastet häufig die Angehörigen. Informationen über die Ursachen und Entstehung von psychischen Störungen entlasten Angehörige und wirken den eigenen Schuld- und Schamgefühlen entgegen.

Häufig gibt es auch Probleme in der Kommunikation mit Ärzten und sonstigen in der Betreuung tätigen Fachleuten. Die funktionierende Zusammenarbeit ist sehr wichtig, weshalb die Angehörigenberatung ein wichtiger Teil zur Stabilisierung des Patienten sein kann. Nur ein informierter, mit seinen eigenen Energien haushaltender Angehöriger kann die oft jahrelang nötige Betreuung und Begleitung leisten.

Link zu www.hpe.at

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