Psychodrama

Das Psychodrama wurde von Jacob L. Moreno, einem Pionier der Gruppenpsychotherapie, entwickelt und inzwischen vielfältig ausgebaut. Ziel ist die Förderung von Kreativität und Spontaneität. Die Methode regt zum Handeln an und aktiviert die eigenen Erlebnisse. Sie verbindet die Ressourcen- und Lösungsorientierung mit der Analyse von „täglichen Dramen“, indem sie spontan inszeniert und dargestellt werden. Schauspielerische Fähigkeiten braucht es dafür nicht.
Durch die Wiederholung und Belebung einer wichtigen Szene, eines Erlebnisses aus Vergangenheit und Gegenwart, durch das Einnehmen verschiedener Rollen werden Konflikte aus verschiedenen Perspektiven erlebt und neue Lösungen auf ihre Brauchbarkeit getestet. Neue Verhaltensweisen werden ausprobiert, getroffene Entscheidungen auf ihre Auswirkungen hin untersucht und Ereignisse in der Zukunft vorweggenommen.
Nach dem Menschenbild des Psychodramas ist in jedem Menschen ein kreatives Potential angelegt. Er ist Teil des Kosmos und ein schöpferisches und soziales Wesen. Menschliches Leben ist Gesundheit, Bewegung und Entwicklung in der sozialen, natürlichen und kulturellen Umwelt. Krankheit ist Stau, Erstarrung und Fixierung.
Das Psychodrama nimmt eine besondere Stellung unter den verschiedenen Verfahren ein, weil es durch mancherlei Überschneidungen und Berührungen mit Tiefenpsychologie, systemischer Familientherapie, Gestalttherapie, Verhaltenstherapie , Beratungs- und Selbsterfahrungsmethoden auf allen Ebenen des menschlichen Erlebens Fühlen, Denken, Tun, Körper bereithält.
Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Das Psychodrama wird sowohl in der Psychotherapie (Einzel, Paar, Gruppe) als auch in allen Formen der Beratung, der Supervision, im Coaching, in der Team- und Organisationsentwicklung und in Seminaren zur Persönlichkeitsentwicklung eingesetzt.

Link: www.psychodrama-austria.at

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